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Briefe gegen das Vergessen

APRIL 2018

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern - ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!

Aster Yohannes ist seit 15 Jahren inhaftiert. Sie hatte bis zur Unabhängigkeit Eritreas 1991 in der Eritreischen Volksbefreiungsfront (EPLF) gekämpft, war seitdem jedoch an keinen politischen oder öffentlichen Aktivitäten mehr beteiligt. Während sich Aster Yohannes 2001 zu einem Studienaufenthalt in den USA befand, wurde ihr Mann Petros Solomon – ein Sprecher der demokratischen Reformbewegung – in Eritrea inhaftiert. Als sie zwei Jahre später zurückkehrte, um bei ihren vier Kindern zu sein, wurde sie am Flughafen der Hauptstadt Asmara festgenommen. Seitdem wird sie ohne Anklage oder Gerichtsverfahren und ohne offizielle Erklärung in Asmara in einer geheimen Sicherheitsabteilung (Wenjel Mirmera) festgehalten. Ihre vier Kinder hat sie seit 2003 nicht mehr gesehen. Da Aster Yohannes an Asthma und einer Herzerkrankung leidet, ist sie besonders gefährdet. Amnesty International geht davon aus, dass sie wegen der friedlichen regierungskritischen Äußerungen ihres Ehemannes festgehalten wird.

Online-Brief
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